Etrusker | Hochkultur mit Rätseln

Man begegnet ihnen bis heute überall in der Toskana, sie sind präsent, obwohl seit Jahrtausenden nicht mehr existent.


Die Etrusker, jenes Volk, das schon vor den Römern und teils zeitgleich in der Toskana und in Italien siedelten, waren eine hochentwickelte Kultur, die faszinierende Zeugnisse nicht nur ausgezeichneter Handwerkskunst hinterlassen haben.


Um die Etrusker, deren Stammland sich von der heutigen Toskana über Umbrien und Latium in Mittelitalien bis hin nach Kampanien, die Emilia-Romagna und die Lombardei ausdehnte, ranken sich seit Jahrtausenden Rätsel. Die Menschen, die sich selbst „Rasenna“ nannten, waren nicht nur erfolgreiche Händler rund um das ganze Mittelmeer, sondern pflegten parallel zu anderen Kulturen, wie Griechen, Römern etc. eine gänzlich eigene Sprache, die keinerlei Anlehnung an das Griechisch oder Römisch ihrer Zeitgenossen hatte. Gebräuche und Sitten unterschieden sich ebenfalls deutlich und so wurden sie schon von den Zeitgenossen als etwas „Besonderes“, „Mysteriöses“, wahrgenommen.

Auch technologisch waren die Etrusker weit fortgeschritten und wussten zum Beispiel die reichen Eisenvorkommen in ihrem Herrschaftsgebiet erfolgreich auszubeuten und die Erze zu verhütten. Sie sollen die heißesten Schmiedefeuer gehabt haben und konnten komplexe Legierungen herstellen, die nicht nur für Gebrauchs- und Kunstgegenstände zum Einsatz kamen: Die Zeitgenossen zählten sie auch zu den besten Zahnärzten ihrer Zeit, denn sie hatten bereits Prothesen entwickelt, die man so erst wieder in den 40er/50er Jahren des 20. Jahrhunderts herstellte. Als Materialien setzten sie allergiefreie Legierungen aus Gold, Silber und Kupfer ein, deren Zusammensetzung erstaunlicherweise heute den Empfehlungen internationaler Gesundheitsorganisationen entspräche.

Der griechische Geschichtsschreiber Herodot folgte bei seinen Erklärungen, woher die Etrusker stammen könnten, antiken Quellen, die die Urahnen in Kleinasien/Anatolien und in der Ägäis verorteten. Nach jüngsten DNA-Untersuchungen stellte sich diese Vermutung jedoch als nicht zutreffend heraus, vielmehr war der Genpool der Etrusker vielfältig und enthält unter anderem Spuren von Steppenvölkern aus dem nördlichen Kaspischen Meer.

Die so „andere Sprache“ der Etrusker könnte, wie in der Sprachwissenschaft heute vermutet wird, auf eine uralte Form des Indoeuropäischen zurückgehen, die sich als lebendige Sprache erhalten und gegenüber anderen Einflüssen durchgesetzt hat. Die Buchstaben entlehnten sich aus dem frühen Griechisch, man schrieb von rechts nach links. Da jedoch zu wenig Textmaterial vorliegt, kann die etruskische Sprache immer noch nicht rekonstruiert werden.


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