Füreinander einstehen im Wald

Für den Menschen sind Bäume statisch, ihnen wird kein „soziales Miteinander“ zugetraut.


Zum Erstau­nen aller sind aber auch Bäume „soziale“ Wesen und versorgen sich untereinander. Wie in Forschungspro­jekten festgestellt werden konnte, synchronisieren Buchen beispielsweise über die Mykorrhiza­ Verbindun­gen ihre Photosynthese­-Leistung auf ein ähnliches Niveau. Dabei werden Standortnachteile einzelner Individuen ausgeglichen, so dass alle Buchen der „angeschlossenen Gemeinschaft“ eine vergleichbare Versorgung genießen können. Ein fantastisches Phä­nomen, setzt dies doch voraus, dass über die Mykorr­hiza auch Informationen über Schwächen, Stärken, Versorgungsengpässe und dergleichen im Vorfeld ausgetauscht und immer wieder aktualisiert werden. Ähnliche Informationen werden wohl auch übermit­telt, wenn ein Baum alt oder krank wird oder gar zu sterben droht. Nicht selten steht man staunend vor scheinbar toten Bäumen, die wieder neu austreiben oder mit „scheinbar“ letzter Kraft immer noch mit frischen Blättern überraschen. Hier übernehmen die „gesunden“ Kollegen mit Hilfe der Mykorrhiza­-Pil­ze die Versorgung mit Nährstoffen und Wasser und halten die „toten“ Bäume so lange wie möglich am Leben. Denn jeder tote Baum, der umstürzt, reißt Lücken in das Blätterdach. Sonne, Regen und Wind können dort leichter angreifen und zu Schädigungen führen. Um dies zu verhindern, versuchen Bäume, ihre Artgenossen so lange wie möglich zu versorgen und das Blätterdach geschlossen zu halten.

Aber nicht nur über die Pilze verständigen sich Bäu­me und gestalten ihr intensives Woodwide Web. Auch über Duftstoffe, elektrische Reize oder Gifte setzen Bäume Signale. Sobald beispielsweise Raupen die Blätter eines Baumes befallen und anfressen, verän­dert sich das Gewebe der Blätter, elektrische Signale laufen in den Baum, der umgehend die chemische Zusammensetzung der Blätter ändert und sie unge­nießbar für die Fressfeinde macht. Gleichzeitig wer­ den die umstehenden Bäume beispielsweise über das Aussenden von Gasen darauf aufmerksam gemacht, dass Gefahr droht. Dank dieser Vorwarnung können umstehende Bäume die Chemie ihrer Blätter bereits vor dem drohenden Schädlingsbefall ändern, so dass diese ungenießbar für Fressfeinde werden. Bäume lo­cken aber auch über die Farbe ihrer Blüten und ihrer süßen Duftstoffe bestäubende Insekten heran und si­chern so ihre Vermehrung.


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