Kastanien aus der Toskana | Brot- und Butterbaum

In früheren Jahrhunderten war die Edelkastanie der Brotbaum der Landbevölkerung.


Seit der Antike wird die Kastanie kultiviert und nicht nur in der Toskana nutzte man das schmackhafte Mehl der Nüsse, um daraus Brot zu backen. Insbesondere für die Bergbevölkerung war die Esskastanie ein Segen, sicherte sie doch das tägliche Auskommen, da Getreide in höheren und hohen Lagen nicht mehr wächst und Kastanien auch in Lagen über 1.000 m noch gedeihen. Kastanienmehl wurde, zu Polenta gekocht, ein wichtiges Grundnahrungsmittel der Bevölkerung. Die Blätter der Bäume nutzte man als Einstreu für’s Vieh und das Holz zum Bau von Möbeln.


Die Ernte begann am 29. September, dem Fest zu Ehren des Erzengel Michael. Dann zog man in die Wälder oder in den Kastanienhain und sammelte die stacheligen Nusshüllen und Nüsse oder schlug sie mit Stan- gen von den Bäumen. Gedörrt wurde anschließend in den „metati“, den Dörröfen, die noch heute in den alten Dörfern zu finden sind. Über einen Monat hütete man Tag und Nacht die Dörrfeuer und trocknete die Ernte. Ernte und Dörrzeit waren wichtige Elemente im gesellschaftlichen Leben der Dörfer: Es wurde zusammen Wein getrunken, gemeinsam gegessen, erzählt und alle waren beteiligt. Die getrockneten Maronen brachte man anschließend in den Mühlen und erhielt aus 100 kg Kastanien rund 90 kg Mehl.


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