Penrose, der Quasikristall und die Alhambra

Die Mischung aus Symmetrie und Asymmetrie


1974 hatte der Mathematiker und Physiker Roger Penrose das nach ihm benannte Penrose-Parkett entwickelt, das zum Beispiel aus schmalen und breiten Rauten bestehen kann. Die Muster, die damit gelegt werden können, sind in Teilen symmetrisch, im Ganzen gesehen jedoch nicht. Und sie sind vergleichbar mit den Quasikristallen, die der Physiker Daniel Shechtman knapp 10 Jahre später in Metall-Legierungen entdeckte. Die kristallinen Strukturen, die er dort fand, ließen sich nicht wie bei einem richtigen Kristall parallel verschieben, denn sie waren nicht symmetrisch und deckungsgleich. daher nannte er diese Kristalle „Quasikristalle“. Über die Arbeiten von Peter Lu zur Baukunst im Islam stellte sich dann heraus, dass die mit Hilfe der Girih-Kacheln entwickelten Muster und Ornamente die künstlerische Version der Quasikristalle waren. Denn auch diese Muster sind in Teilen symmetrisch, auf’s Ganze gesehen aber nicht. Scheinbar kannten die Künstler bereits vor über 500 Jahren diese Strukturen!


Für den Betrachtenden liegt die Faszination in exakt dieser Mischung aus Symmetrie und Asymmetrie, denn rein symmetrische Muster beruhigen zwar, langweilen aber auch schnell. Die quasikristallinen Strukturen der islamischen und maurischen Baukunst mit ihrer versteckten Asymmetrie fesseln, lassen nicht los und ziehen mit ihrer außergewöhnlichen Ästhetik und Schönheit das Auge magisch an. In der Alhambra finden sich neben mindestens dreizehn regelmäßigen Mustern auch Girih-Muster.


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